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Bühne21 - Kultur für jetzt.

Auf die Bühne21, fertig los! Gegen die Gratis-Kultur im Internet

Gemeinschaftsprojekt vom Paderborner Kultur-Soli, AFV Medien und Lean Pro / Bühne21 zeigt Konzerte und Kleinkunst

Streamings in Eigenregie technisch hochwertig durchzuführen und zu vermarkten ist für viele Kulturschaffende nicht leicht. Nun bekommen sie vom Paderborner Kultur-Soli Unterstützung im Rahmen der „Bühne21“. „Bald jährt sich der erste Lockdown und seitdem hatten viele Künstlerinnen und Künstler aus Paderborn keinen einzigen Auftritt mehr“, beschreibt Olaf Menne vom Paderborner Kultur-Soli die verheerende Situation in der Kultur. Um ein Zeichen dagegen zu setzen und einen kleinen Hoffnungsschimmer für Kulturschaffende und Publikum gleichermaßen zu bieten, geht jetzt die „Bühne21“ an den Start – ein langfristiges Streamingprojekt vom Paderborner Kultur-Soli in Kooperation mit AfV Medien und Lean Pro. Unterstützt wird das Projekt von der Stiftung Familie Heidloff. Die „Bühne21“ ist ein Streaming-Projekt, das Kulturschaffende mit gesponserten technisch hochwertigen Streamings unterstützt und durch Ticketverkäufe ein Zeichen gegen die im Netz grassierende „Gratiskultur“ setzen möchte. Am 6. März läuft ab 20.30 Uhr das erste Konzert mit Julius Erdmann – The American Quartett, live zu verfolgen über www.buehne21.de

André Weihrauch von AfV Medien beschreibt: „Wir wollen etwas tun, gerade in dieser Zeit, in der kulturell auch an hochwertigen Streamings ziemlich wenig läuft. Mit der Bühne21 bieten wir das, was aktuell sonst fehlt: ein professionelles Setting, den Draht zu einem großen Publikum.“ Zusammen mit Lean Pro sponsern sie drei Shows.

Im Rahmen der „Bühne21“ werden für die die Auftritte von KünstlerInnen Tickets verkauft. Vereinzelt und nur auf Wunsch der Künstler*innen werden Inhalte kostenfrei angeboten. Bis zu 20 Streams kann der Paderborner Kultur-Soli mit einen Zuschuss von 500 Euro unterstützen. Die „Bühne21“ soll auch zu einem Dach für Kultur-Streams aus der Region werden. Die Streams der Bühne21 laufen über den Partner vom Kultur-Soli, dem Klanghelden.tv. Olaf Menne erklärt den technischen Unterbau: „Wir setzen für Hosting und Vermarktung ein flexibles, verlässliches Tool und eine professionell aufgesetzte Plattform für eine transparente Bezahlmöglichkeit ein. Das System bietet neben Livestreams auch eine Mediathek, die mit einem Kultur-Abo zugänglich sein wird.“ Julia Ures vom Kultur-Soli: „Wir haben uns bewusst gegen eine Ausstrahlung bei YouTube und Co. entschieden. Klanghelden bietet den Künstlern ein faires System für die Realisierung von digitalen Events. Hier wird kein Stream durch eine automatisiertes „Copyright Match Tool“ unterbrochen und die Daten werden nicht für irgendwelche Cookies der Onlinewerbe-Industrie benutzt.“

Künftig soll es regelmäßig gestreamte Auftritte von Musikern, Comedians, Wortakrobaten, Tänzern und Kleinkünstlern geben. Zunächst drei Mal erhalten insbesondere Newcomer die Möglichkeit, eine professionelle Streamproduktion kostenfrei zu realisieren. „Die „Bühne21“ hat ihre Basis bei Lean Pro in Elsen mit einem professionellen Bühnensetting das individuell angepasst und gestaltet werden kann – vom Hard Rock-Konzert über bunte Clownsauftritte und Kinderprogramme bis hin zur glamourösem Gala“, so Markus Runte vom Kultur-Soli. Künstler, die hier auftreten möchten, können sich einfach per E-Mail an das Projekt wenden: aufdie@buehne21.de

„Mit der Bühne21 wird für die Paderborner Kulturlandschaft wieder eine Möglichkeit geschaffen mit dem Publikum in Kontakt zu treten und endlich auch wieder Einnahmen zu erzielen. Wir unterstützen das Projekt daher aus vollem Herzen“, so Kerstin Heidloff von der Stiftung Familie Heidloff.

Veranstalter, die ihre Streamings in das Projekt „Bühne21“ integrieren und Sponsoren, die mehr Auftritte möglich machen möchten, sind herzlich willkommen.

Alle Infos zur Bühne21: www.buehne21.de

Kulturgesichter05251

Wir schließen uns der bundesweiten Kampagne #kulturgesichter - "ohne uns ist's still" an und zeigen bald die Kulturgesichter05251.

Kulturheld*in AusgehShirt

Das perfekte Weihnachtsgeschenk. Unser Kulturheld*in AusgehShirt ist Kleidungsstück und eine Eintrittskarte für viele großartige Veranstaltungen in Paderborn. Ab 05.12. erhältlich!

Ohne uns ist's still - der Song und die CD

Jetzt erhältlich! – „Ohne uns ist´s still“ –  die CD
Da viele Geschäfte auch in Paderborn geschlossen bleiben müssen, hat sich die Bäckerei Goeken bereit erklärt, in ihren Filialen am Rathaus, Rosentor und im Riemekeviertel die CD anzubieten.

Ohne uns ist´s still: Paderborner Kultur-Soli unterstützt das Musikprojekt „Freundesbande“

Es ist still geworden in der Paderborner Kultur, Veranstaltungshäuser und Bühnen sind seit November geschlossen, zahlreiche Kulturschaffende warten weiterhin auf Möglichkeiten ihre Kunst und Kreativitaät wieder zeigen zu dürfen. Ein Ende ist derzeit nicht in Sicht. Viele haben in den letzten Wochen Jobs angenommen um Einkünfte zu generieren, wie Pizza ausliefern, Taxi fahren oder Regale in Supermärkte einräumen. Um diese Zeit des Stillstandes zu überbrücken, hat das Team des Paderborner Kultur-Soli Musiker*innen und Sänger*innen finanziell bei einem Musikprojekt unterstützt.
Herausgekommen ist dabei die Formation „Freundesbande“, die aus insgesamt 16 Paderbornern*innen besteht. Die Idee, begleitendein Lied zur im November laufenden Fotoaktion „Ohne uns ist´s still“ zu schreiben, hatten Stephanie Garris und Michael Driesner. Stephanie
Garris (damals Brauckmeyer), Echopreisträgerin 2004 mit dem Lied „We have a dream“ bei Deutschland sucht den Superstar, hat den Text geschreiben, Michael Driesner die Musik dazu komponiert und in seinem Studio aufgenommen.

Zahlreiche Musiker*innen aus der Stadt waren sofort bereit sich der Produktion
anzuschließen. Dank der finanziellen Unterstützung der Schloß und Auenpark-Gesellschaft sowie LSH. Steuerberater und Wirtschaftsprüfer, konnte der Kultur-Soli Gagen für die Musiker,
die Studioaufnahme und die Produktion der CD finanzieren, ebenso ein Video, das Fotograf und Filmer Thorsten Hennig in der Fischerhütte in Bad Lippspringe im November 2020 gedreht hat – alles unter konformen und nicht immer einfachen Corona-Bedingungen. Das Video zum Lied „Ohne uns ist´s still“ mit allen Beteiligten Musiker*innen ist bereits seit Dezember mit heute bis zu 10.000 Clicks auf Youtube zu sehen, jetzt gibt es die CD mit vier verschiedenen Versionen des Liedes, darunter ein DD Pop Mix und eine Akustikversion. Da viele Geschäfte auch in Paderborn geschlossen bleiben müssen, hat sich die Bäckerei Goeken bereit erklärt, in ihren Filialen am Rathaus, Rosentor und im Riemekeviertel die CD anzubieten, ebenso die Fischerhütte in Bad Lippspringe.

 Im Booklet findet sich eine Auswahl der „Kulturgesichter05251“, der Liedtext und Portraits von allen Musiker*innen. Zur Freundesbande gehören: Fabian Schreyer, Stepahnie Garris, Janine Schäfer, Sven Zumbrock, Sandy Driesner, Thomas Rosenkranz, Betty Atlassi, Anna
Schmitz, Peter Schopohl, Sue Janell Turner, Michael Driesner, Jana Nollmann, Uwe Flock, Heike Düppe, Ronja Berg und Hendrik Oberbossel.

Die CD kann für 10,- Euro erworben werden, 50% gehen davon an die „Freundesbande“, die andere Hälfte fließt in den Topf des Paderborner Kultur-Soli um davon weitere Kulturschaffende und Projekte unterstützen zu können.

Alle Infos auch unter www.kultursoli.de

Mit dem Paderborner Kultur-Soli unterstützen wir durch Fundraising-Aktionen hauptberuflich tätige Künstler*innen und Kulturschaffende insbesondere aus dem Stadtgebiet, die durch die Corona-Krise sämtliche Aufträge verloren haben und denen sämtliche Einnahmen wegbrechen. Diese können sich um Mittel aus dem Soli bewerben. Wir wollen damit vor allem neue digitale Kultur-Formate ermöglichen, die uns allen durch die Corona-Krise und die damit verbundene Zeit der sozialen Distanz helfen.
Zielgruppe sind Kulturinteressierte, die sich auch während der Corona-Krise gut gemachte Kulturangebote wünschen und auch in Zukunft ein kulturell lebendiges Paderborn erhalten wollen.
Die Unterstützung soll helfen, Künstler*innen und Kulturschaffende zu motivieren, trotz der schwierigen Lage weiterzumachen und ihnen ein wenig finanziell unter die Arme zu greifen.

Wie und wann wird das Geld aus dem Paderborner Kultur-Soli verteilt?

Hauptberuflich tätige Künstler*innen und Kulturschaffende können sich entweder mit ihren Ideen und Formaten um Projektmittel oder um eine monatliche Unterstützung aus dem Topf des Paderborner Kultur-Soli bewerben. Generell entscheidet eine Jury über die Verteilung der Spenden.

Seit Beginn unserer Fördertätigkeit haben wir Projekte mit einem Projektvolumen von 36.000 Euro unterstützt. Etwa 19.000 Euro flossen in die Produktion und Lieferung der im Crowdfunding verkauften Produkte. Aktuell investieren wir 24.000 Euro, um acht Paderborner Kulturschaffende sechs Monate lang mit einem Betrag von 500 Euro zu unterstützen. Mehr Infos: PM Kultursoli Stipendium

Unterstützt werden die folgenden Projekte:

          • „Late Night Utopia“
          • „Titanic – ein häuslicher Versuch“
          • „Hyazinths Projektionen im öffentlichen Raum“
          • „Favourite songs at favourite places“
          • „Deelenhaus-Countdown“  
          • Projekt „Gänsehaut“
          • „Else Mögesie“ im Garten
          • „Video-Slam“ 
          • „Hoffnung in der Corona-Krise“ (Abendmusik)   
          • „Kevin Sunday Corona-Konzerte“   
          • „Libori digital“
          • „K-Stream“
          • „Paderborn singt“
          • „Klangvolle Geheimnisse“
          • Künstler-Gagen für Kultursoli Show
          • Filmprojekt Erwin Grosche „Tortentester“
          • Songprojekt „Libori …wie sehen uns wieder“

66 Dankeschöns haben Kulturschaffende während der Crowdfundingphase angeboten. Entstandene Kosten werden von den Kultursoli-Geldern beglichen.

https://www.startnext.com/paderborner-kultursoli

Die Jury ist folgendermaßen besetzt und soll Vertreter*innen verschiedener gesellschaftlicher Gruppen und Perspektiven auf kulturelle Veranstaltungen repräsentieren:
Martin J. Warm (Rechtsanwalt), Prof. Beate Flath (Uni Paderborn, Eventmanagement), Christian Müller (Geschäftsführer Stadtwerke Paderborn, vertritt die Perspektive als Kultursponsor und der Wirtschaft), Karsten Strack (Lektora Verlag, Veranstalter), Hans-Werner Schubert (Kulturvereinigung OWL, Veranstalter) und als Vertreterin der Kultursoli-Initiatoren ohne Stimmrecht Julia Ures (Moderatorin und Kulturaktivistin).

Die Initiatoren und Ansprechpartner des Paderborner Kultur-Soli sind:
Julia Ures (Moderatorin, Netzwerk 0525einfallsreich)
Markus Runte (Stadtmuseum Paderborn)
Olaf Menne (Agentur Lautstrom)

Träger des Projekts ist der gemeinnützige Verein Kultur in Scherfede e.V..
Der Verein betreibt auch das Netzwerk Kulturvereinigung OWL.
Damit verfügt der Paderborner Kultur-Soli über drei Kontrollinstanzen:
a) die Jury, die aus Paderborner Kulturexperten besteht
b) den gemeinnützigen Verein mit Kassierer und zwei Kassenprüfern
c) das Veranstalternetzwerk

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So wie Hannes geht es wohl vielen Kulturschaffenden (aktuell). Und u.a. deswegen machen wir weiter!Corona ist nicht vorbei

Ich muss mal etwas loswerden. Da draußen feiern dieser Tage die Menschen ihre wiedereinsetzende Normalität, ihre Gartenpartys, Kinobesuche, Konzertgänge. Ihre Caféausflüge, Eisdielentreffen, Kneipenabende. Das ist toll, wirklich. Es wurde lange Zeit, dass dieser Knoten platzt. Auch mir tut es sehr gut, mich wieder freier bewegen zu können. Einige meiner virtuellen Engkontakte in der Pandemie endlich auch mal wieder in real und sogar ohne Maske sehen zu können. Man umarmt sich, weil man schon (zumindest zum Teil) geimpft ist. Man spricht über die dunklen Monate und sieht gemeinsam in die helle Zukunft.

Menschen, die wissen, was ich beruflich mache, sagen dann immer zu mir: „Toll, dass es jetzt endlich wieder losgeht, oder?“ Ich antworte meistens knapp: „Ja, das ist gut.“ Doch damit sage ich womöglich gar nicht die ganze Wahrheit. Ja, es ist gut, wieder Publikum zu sehen, Applaus zu hören. Toll, was alles möglich gemacht wird. Aber hier liegt ein Hase im Pfeffer. Und er riecht streng. Ich möchte erklären, warum. Aus der Sicht eines kleinen, unbedeutenden Musikers.

Schon letztes Jahr gab es diesen Sommer. Ein Sommer, der sich stark nach Normalität anfühlte. Konzerte im Freien, ein bisschen Geld verdienen, Menschen sehen. Ein bisschen mit angezogener Handbremse zwar, aber immerhin mit Möglichkeiten. Als über eine mögliche zweite Welle gesprochen wurde, hab‘ ich nur mit den Schultern gezuckt. Wird schon nicht so schlimm werden, dachte ich. Wir haben die erste ja auch geschafft und souverän gemeistert. Ich lebe ja in einem fortschrittlichen Land, die Impfungen kommen bald und an das Abstandhalten haben wir uns längst gewöhnt. Dass das die falscheste Milchmädchenrechnung der Welt war, muss ich keinem erzählen. Denn was folgte war ein Winter ohne Beschäftigung. Keine Gigs, keine Termine, die Handbremse klemmte. Viele von uns haben recorded, bis die Festplatten rauchten. Es gab Sammel-Videos, Livestreams, Instagram-Talks. „Allein daheim“, „Frühstücken mit Simon“, „Zuhausmusik“. Manch eine*r entdeckte neue, kreative Potentiale. Die Sängerin zeichnete, der Fotograf schrieb ein Buch, der Schlagzeuger talkte über Comics. Bei Patreon, Bandcamp, Spotify und Co. explodierten die Server. Die Kreativität sucht sich neue Wege. Alle haben alle Hände voll zu tun.

Aber dieser Schein trügt! Denn viele von uns, vielleicht sogar die Meisten, hatten in dieser Zeit zu kämpfen. Mit sich, mit der Sorge um Infektionen, mit schlimmer Zukunftsangst, Perspektivlosigkeit, mögliche Armut. Denn wenn du vor Corona damit auskamst, ein paar Hutkonzerte zu spielen und deine Miete durch GEMA-Einnahmen zu decken, sahst du spätestens im Oktober 20 älter aus jeder FaceApp-Filter das schafft. Das ging bei einigen so weit, dass sie in der Ausweglosigkeit und Verzweiflung keine andere Möglichkeit sahen, als sich das Leben zu nehmen. Wieder andere entwickelten eine depressive Erkrankung oder schlitterten, wie es bei mir der Fall war, in eine depressive Episode. Musiker mit kleinen Kindern raubte die Betreuung den letzten Nerv. Was macht man mit einem Kleinkind, wenn einfach alles da draußen geschlossen hat? Richtig! Drei Stunden lang LottiKarotti, im Anschluss Versteckenspielen in der Wohnung oder das zehntausendste Bastelprojekt angehen („Oh, wir haben keinen Tonkarton mehr. Dann malen wir einfach Druckerpapier bunt an oder bestellen was bei Amazon…“). Eltern von Schulkindern übernahmen den Job der Lehrer*innen, die ideenlos Vermittlung neuer Inhalte per Aufgabenblättern den Eltern überließen. Lücken- und Abschreibtexte. Male ein Bild. Oder nicht enden wollende Videokonferenzen, die das Kind auslaugten bis zur Verweigerung. Ich persönlich habe daneben nicht unbedingt Energie übrig gehabt, um mein Album aufzunehmen, Live-Stream-Formate zu entwickeln oder Videos zu drehen. Ich habe es zwar geschafft, einen Blog zu füttern. Aber der befasste sich im Prinzip nur mit der Dokumentation meiner Angst und Ausgebranntheit.

So sehr wir uns wünschen, dass das hinter uns liegt – es sitzt uns tief in den Knochen. Und noch mehr: Möglicherweise steht uns all das wieder bevor, wenn die Sonne ihre letzten warmen Strahlen dieses Sommers hierher geschickt hat. Und noch wagt keiner, richtig zu planen. Klar, die risikofreudigen, die ohnehin vor Energie strotzen. Die auch in der Pandemie nicht müde waren, kreativ zu powern und Output zu liefern ohne Ende. „Ich mach das jetzt fest, dann sag ich einfach wieder ab, wenn es doch nicht geht.“ Alle anderen trauen sich nicht. Niemand von den zuletzt beschriebenen verbringt dieser Tage Zeit mit aktivem Booking. Welche*r Veranstalter*in reagiert denn momentan auf Kaltakquise? Da müssen doch erstmal die ganzen sechs mal verschobenen Termine aus März 2020 nachgeholt werden. Hannes Weyland? Bitte einmal hinten anstellen!

Meine Arbeit besteht derzeit aus Reagieren. Cool, die Konzertreihe gibt es noch und ich darf spielen! Cool, da ist ein corona-gefördertes Projekt, die noch einen Slot für mich frei haben! Toll, die Hofkonzerte von letztem Jahr werden wiederholt! Tourplanung? Reihenplanung? Mitsingveranstaltungen? Haha. Und dann kommt der Herbst, dann der Winter. Alpha, Beta, Gamma, Delta. Wie viele Buchstaben hat das griechische Alphabet eigentlich? Wie viele Termine für Konzerte wird es geben, wie viele davon fallen wieder ins Wasser? Mit dieser Perspektive geht man in den Proberaum, für eine Handvoll Gigs. Antigen-getestet und total motiviert. Neue Songs proben? Geiles, neues Live-Set einstudieren? Ich habe im Mai das schlechteste Konzert meines Lebens gegeben. Frisch aus der dritten Welle, mit der lähmenden Depression in den Knochen rauf auf die Bühne, bzw. vor die Kamera. Ich hätte Wochen vorher mit Stimmübungen anfangen müssen. Fingertraining, meine eigenen Songs spielen. Was habe ich gemacht? Mich in Selbstmitleid gesuhlt und auf den Moment nach dem Konzert gefreut, wenn es endlich vorbei ist.

Wenn ihr mich fragt, wie toll es ist, dass es jetzt endlich „wieder los geht“ oder dass „zum Glück wieder etwas möglich ist“, sage ich ehrlich: Geht so. Ich arbeite. Ich freue mich über jeden Zehner, der im Hut landet, über jede Rechnung, die ich schreiben und über jeden lauten Beifall, den ich bekommen kann. Aber eines kann ich nicht wegleugnen: Die Handbremse klemmt immer noch.

Dennoch, wenn ihr bis hierher gelesen habt: Geht auf Konzerte, kauft Tickets, seid ein geiles Publikum! Jubelt, klatscht, singt laut mit! Wir brauchen das! Nicht nur für den Geldbeutel, auch für die Seele. Denn je mehr Energie wir aus den wenigen Gelegenheiten in diesem Sommer ziehen können, desto größer ist der Puffer im Delta-Winter.

Danke für eure Aufmerksamkeit! Habt einen wundervollen Sommer und vor allem: Bleibt gesund!

Euer Hannes

Foto: Lufre Photography (2020)
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So wie Hannes geht es wohl vielen Kulturschaffenden (aktuell). Und u.a. deswegen machen wir weiter!

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Danke für deine Ehrlichkeit. Ich maße mir nicht an, mir auch nur ansatzweise vorstellen zu können wie ätzend die Zeit für alle Künstler gewesen sein muss und ja größtenteils immer noch ist.

Unser Martin aus der Jury, ein Tausendsassa. Jule vor sich, Olaf am Ohr, Markus im Kopf. Er hat uns geholfen, eine neue Idee auf den Weg zu bringen und juristisch korrekt umzusetzen. Schon ganz bald mehr! Danke, @martinjwarm.rechtsanwalt ❗️ #kultursoli #kultursolidarisch #paderbornerkultursoli #ichbinkultursolidarisch #bestejury See MoreSee Less

Unser Martin aus der Jury, ein Tausendsassa. Jule vor sich, Olaf am Ohr, Markus im Kopf. Er hat uns geholfen, eine neue Idee auf den Weg zu bringen und juristisch korrekt umzusetzen. Schon ganz bald mehr! Danke, @martinjwarm.rechtsanwalt ❗️ #kultursoli #kultursolidarisch #paderbornerkultursoli #ichbinkultursolidarisch #bestejury

Gleich gehts los hier beim @kultursommerpaderborn mit der großartigen @edelleanightaboutadele Show. 14 Träger*innen der Kulturheld*innen sind live mit dabei, wir freuen uns so, die schönen türkisen Shirts hier im sommerlichen Ambiente des @schloss.und.auenpark zu sehen! 🤩 #kulturheld #kulturheldin #paderbornerkultursoli #paderbornerkultursommer See MoreSee Less

Gleich gehts los hier beim @kultursommerpaderborn mit der großartigen @edelleanightaboutadele Show. 14 Träger*innen der Kulturheld*innen sind live mit dabei, wir freuen uns so, die schönen türkisen Shirts hier im sommerlichen Ambiente des @schloss.und.auenpark zu sehen! 🤩 #kulturheld #kulturheldin #paderbornerkultursoli #paderbornerkultursommer

Achtung Ausgehshirt-Besitzer! Wir haben euch gerade ein neues Ticketangebot per E-Mail geschickt. Ihr könnt euch Freikarten für die folgenden drei Veranstaltungen sichern:

18.06. Kulturgarten am Schloss "EDELLE – A NIGHT ABOUT ADELE"
19.06. Kulturgarten am Schloss "Reis Against The Spülmachine" und Gäste: Suchtpotenzial, Sarah Hakenberg
20.06. Kulturgarten am Schloss "Thees Uhlmann – SONGS & STORIES II"
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Achtung Ausgehshirt-Besitzer! Wir haben euch gerade ein neues Ticketangebot per E-Mail geschickt. Ihr könnt euch Freikarten für die folgenden drei Veranstaltungen sichern:

18.06. Kulturgarten am Schloss EDELLE - A NIGHT ABOUT ADELE
19.06. Kulturgarten am Schloss Reis Against The Spülmachine und Gäste:  Suchtpotenzial, Sarah Hakenberg
20.06. Kulturgarten am Schloss Thees Uhlmann - SONGS & STORIES II

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Schon dabei! Ich freu mich!

Super Nachrichten, denn: Es gibt wieder Knete! 💵 Und zwar für Euer Überleben und Eure Projekte. Die nächste Bewerbungsrunde ist gestartet. Alle Infos und zur Bewerbung: kultursoli.de. “Jetzt läuft doch in der Kultur alles wieder, wozu dann noch Förderung durch den Kultur-Soli?”, fragst Du? Klar, die Richtung stimmt, aber bis zB lokal bekannte Künstler*innen wieder voll von ihrem Bühnentun leben können, wird es noch dauern. Die Gründe sind vielfältig: immer noch zurückhaltende Veranstalter, geschrumpfte Budgets, die Unsicherheit bezüglich neuer Pandemie-Wellen, die Planungen von Veranstaltern erst einmal “große Zugpferde” zu buchen etc. … Schreibt uns gerne mal, welche Erfahrungen Ihr da gerade macht. Und bewerbt euch! Und wenn Ihr nicht von der Kunst lebt und könnt: Spendet fleißig weiter! Die Hilfe wird benötigt, für eine nachhaltig lebendige Kultur in unserer Stadt! #paderbornerkultursoli #kultursoli #ichbinkultursolidarisch #paderborn #kultur #kulturundkreativwirtschaft See MoreSee Less

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Stand der Soli-Einnahmen durch Spenden und Verkäufe zum 28.04.2021: 
163.695,38 €

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Unser SPENDENKONTO:

DE78 4725 1550 0026 0036 16
KULTUR IN SCHERFEDE E. V.
Projekt: Paderborner Kultur-Soli
BIC: WELADED1HXB

Ansprechpartner und Initiatoren:

Julia Ures, Markus Runte, Olaf Menne

info@kultursoli.de